Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie unsere Antworten:

Ist in meinem Fall eine CyberKnife-Behandlung möglich?

Das CyberKnife System kann in allen Körperregionen eingesetzt werden. Neben der Behandlung von gut- und bösartigen Tumoren sowie Metastasen, können auch Gefäßfehlbildungen und die Trigeminusneuralgie behandelt werden. Um sicher zu gehen, ob eine Behandlung mit dem CyberKnife® System für Sie in Frage kommt, wenden Sie sich an uns. Wenn Sie einen dringenden Rat benötigen, nehmen Sie mit uns telefonischen Kontak auf: +49 30 450 557 221.

Nach oben

Wieviele Patienten wurden bereits mit dem CyberKnife System behandelt?

Bis Ende 2010 wurden bereits über 100.000 Patienten weltweit mit dem CyberKnife behandelt. Über die Hälfte dieser Patienten litten unter Tumoren im Bereich des Körpers.

Nach oben

Was bewirkt die radiochirurgische Behandlung?

Die radiochirurgische Therapie mit dem CyberKnife führt zu einer Inaktivierung des Zell-Erbgutes (DNA). Dadurch können sich die Zellen nicht weiter vermehren und sterben ab. Der Körper beseitigt das betroffene Gewebe und hinterlässt gegebenenfalls eine Narbe. Je fester ein Tumor ist (reichhaltig an Bindegewebe) um so länger dauert der Abbau durch die körpereigene Immunabwehr. Daher muß der behandelte Bereich über längere Zeit regelmäßig mittels Bildgebung kontrolliert werden.

Nach oben

Können Nebenwirkungen nach einer CyberKnife-Behandlung auftreten?

Die meisten Patienten haben wenig bis gar keine kurzfristigen Nebenwirkungen und erholen sich schnell. Je nach Körperregion und Größe des behandelten Areals können leichte Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Übelkeit auftreten. Ihr behandelnder Arzt am Charité CyberKnife Center wird Sie ausführlich und individuell über mögliche Nebenwirkungen aufklären.

Nach oben

Kann eine radiochirurgische Behandlung wiederholt durchgeführt werden?

Eine radiochirurgische Bestrahlung beeinträchtigt lediglich das behandelte Gebiet selbst und die nächste Umgebung. Aus diesem Grund ist ein Einsatz der Radiochirurgie selbst nach konventioneller Strahlentherapie möglich. Je nach Tumorart und Körperregion kann in den meisten Fällen eine weitere Behandlung mit dem CyberKnife erfolgen.

Nach oben

Werden die Kosten für die CyberKnife-Behandlung von der Krankenkasse übernommen?

Sind Sie bei einer Krankenkasse gesetzlich versichert, die bisher keinen gesonderten Vertrag mit unserem Zentrum abgeschlossen hat, können Sie die Kostenübernahme individuell beantragen. Setzten Sie sich mit uns in Verbindung, wir helfen Ihnen gern bei der Beantragung der Kostenübernahme.

Nach oben

Was geschieht mit einem Tumor nach der CyberKnife-Behandlung?

Die Wirkung der radiochirurgischen Therapie ist erst nach wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten erkennbar. Gutartige Tumoren reagieren langsamer und zeigen nur geringe Anzeichen für ein Ansprechen auf die Behandlung. Daher ist immer die Beurteilung durch einen mit der Radiochirurgie vertrauten Arzt zu empfehlen, um selbst geringe Veränderungen richtig zu deuten.

Nach oben

Können auch Kinder mit dem CyberKnife behandelt werden?

Die Behandlung von Kindern ist prinzipiell möglich. Jedoch behandeln nicht alle CyberKnife Zentren Kinder.

Da kleine Kinder meist nicht ruhig liegen können, ist eine kurze Narkose oder eine Sedierung erforderlich. Daher sollten diese Behandlungen in Zentren mit Anbindung an eine Kinderklinik erfolgen, wie es am Campus Virchow-Klinikum gegeben ist.

Nach oben

Wie unterscheidet sich die Radiochirurgie von einer konventionellen Bestrahlung?

In der konventionellen Strahlentherapie wird sowohl der Tumor als auch das umgebende gesunde Gewebe bestrahlt. Dies ist notwendig, da die Positionierung des Patienten und somit des Tumors Schwankungen unterliegen, die nicht erfasst werden können. Um den Strahleneffekt auf das gesunde Gewebe zu reduzieren, wird die gesamte Strahlendosis auf zehn bis 40 einzelne Sitzungen täglich über mehrere Wochen aufgeteilt. Dadurch kann sich das belastete gesunde Gewebe zwischen den einzelnen Behandlungen erholen. Das Tumorgewebe hat diese Regenerationsfähigkeit verloren.
Radiochirurgische Systeme wie das CyberKnife sind darauf ausgelegt, die Strahlung mit hoher Genauigkeit im Tumor zu applizieren und das umliegende Gewebe dadurch zu schonen. Dieses Prinzip der Konvergenzbestrahlung funktioniert allerdings nur bei relativ kleinem Tumor-Volumen. Da das umliegende Gewebe nur wenig belastet wird, kann die gesamte Behandlungsdosis in ein bis fünf Tagen eingestrahlt werden, was die therapeutische Wirksamkeit erhöht.

Nach oben

Was ist das Besondere am CyberKnife System?

A) Präzise Zielführung in Echtzeit - Während der Therapie kann ein Tumor seine Lage durch Bewegung des Patienten oder der Organe verändern. Das Bildortungssystem des CyberKnife kann die Tumorbewegung in Echtzeit verfolgen und automatisch korrigieren. Das CyberKnife ortet, verfolgt und korrigiert geringste Bewegungen automatisch, so daß die einzelnen Strahlen präzise abgegeben werden.

B) Steiler Dosisgradient - Konventionelle Strahlentherapiesysteme sind auf eine limitierte Anzahl und Richtung an Strahlenbündeln beschränkt. Der Roboterarm des CyberKnife kann nahezu unendlich viele verschiedene Einstrahlwinkel anfahren. Die Bestrahlung des Tumors aus mehreren hundert verschiedenen Richtungen ermöglicht, die Strahlendosis exakt an die Konturen des Zielvolumens anzupassen. Die effektive Gesamtdosis kann dadurch maximiert werden.

C) Schonung des angrenzenden Gewebes - Das CyberKnife kann dank der bildgeführten Positionssteuerung die einzelnen Strahlen in Echtzeit den Atembewegungen anpassen. Da auf diese Weise nur der Tumor getroffen wird, können Sicherheitssäume um den Tumor im gesunden Gewebe reduziert werden. Die engen Behandlungsgrenzen konzentrieren die Gesamtstrahlendosis auf das Zielvolumen - nicht auf das umliegende gesunde Gewebe.

Nach oben

Kann die radiochirurgische Behandlung während einer Chemotherapie durchgeführt werden?

Eine radiochirurgische Behandlung ist in der Regel wenig belastend für das umliegende Gewebe, so dass eine gleichzeitige Chemotherapie nicht beeinträchtigt wird. Dennoch ist es für den behandelnden Arzt des Charité CyberKnife Center wichtig, die gesamte Krankengeschichte des Patienten zu kennen und entsprechend zu berücksichtigen.

Nach oben

Kann die Radiochirurgie nach einer Strahlen- oder Protonentherapie durchgeführt werden?

Eine radiochirurgische Behandlung kann auch nach einer Radiotherapie angewandt werden. Es ist wichtig, dem Arzt die komplette Krankengeschichte zu übermitteln, damit dieser die vorausgegangene Strahlendosis berücksichtigen kann.

Nach oben

Was bedeutet der Begriff "Läsion"?

Als "Läsion" wird jegliche Störung des normalem Gewebegefüges bezeichnet. Eine Läsion kann ein Tumor, ein Blutklumpen, eine Zyste, ein Aneurysma oder ein entzündetes Gewebeareal sein. Ein Tumor ist ein abnormaler Zellhaufen, der wegen der Entartung von Zellen zu wachsen begonnen hat. Tumoren können bösartig oder gutartig sein und gehören zu den Läsionen.

Nach oben

Nach welchen Kriterien wird Krebs eingestuft?

Die Einteilung in Stadien (englisch Staging) beschreibt das Ausmaß und die Schwere des Krebsleidens. Das Krebsstadium kann einen Hinweis auf die Prognose der Gesamterkrankung geben und ermöglicht eine entsprechende Ausrichtung der Behandlungsplanung. Die Einstufungssysteme für Krebs ändern sich mit dem Fortschritt der Wissenschaft. Einige Klassifikationen gelten nur für bestimmte Krebstypen. Das TNM-System wird zum Beispiel für Lungenkrebs verwendet und basiert auf der Tumorausdehnung (T), dem Befall von Lymphknoten (N) und auf Metastasen (die auf andere Körperteile übersiedeln) (M). Die meisten Krebsleiden werden in Stadien 0, I, II, III und IV eingeteilt. Klinische Untersuchung, Bildgebung, Labortests, Gewebepathologie und Operationsberichte liefern die Informationen, aufgrund derer die Einstufung eines Karzinoms vorgenommen wird.

Nach oben

Patienten-Broschüre